Abenteuer Jungpferd
Vom Absetzer zum Jährling
Letztes Jahr berichteten wir über Natascha Korfanty und „BabyBenji“ – zwei, die sich gefunden hatten, als Natascha sich einen lang gehegten Traum erfüllte und das Projekt „vom Absetzer zum Reitpferd“ startete. In diesem Beitrag berichtet uns Natascha vom ersten Jahr ihres gemeinsamen
Abenteuers: vom Absetzer zum Jungpferd.
Der Kaufvertrag war also unterschrieben. Aber wie sollte es nun weitergehen? Die nächs-ten Schritte mit meinem kleinen Traumpferd wollten gut überlegt sein.
Anders als beim üblichen Pferdekauf wird ein Fohlen selten direkt abgeholt und in einen neuen Stall gebracht. Für mich stellte sich die Frage, wo BabyBenji seine weitere Kindheit verbringen sollte, wenn ich ihn nach dem Absetzen von der Züchterin Manu Berg abholen würde.
Selbstverständlich wollte auch ich meinen kleinen wahr gewordenen Pferdemädchentraum am liebsten direkt bei mir haben. Ich habe abgewogen, welche Möglichkeiten es hier in meiner Nähe gibt und mich mit seiner Züchterin, die mir von Anfang an mit Rat und Tat zur Seite stand, darüber abgestimmt.
Das erste Jahr im gewohnten Umfeld
Letztendlich haben wir uns gemeinsam dafür entschieden, BabyBenji weiterhin im Familienverband aufwachsen zu lassen. Der kleine Hengst durfte somit bis zum Jährlingsalter in der Herde von Manu bleiben, dort einfach nur Baby sein und mit seinen Tanten und Halbgeschwistern sowie seinen kleinen Shetty-Freunden aufwachsen und um die Wette laufen.
Ich konnte ihn aufgrund der Entfernung dann zwar nicht allzu häufig besuchen, freute mich aber, dass uns diese tolle, artgerechte Möglichkeit bei der Züchterin gegeben wurde – das ist nicht selbstverständlich.
Mein Tipp:
Wenn ihr an dem Punkt seid, ein Fohlen zu kaufen, besprecht ausführlich mit den Züchtern eure Möglichkeiten und die Pläne der Züchter.
Nicht selten sollen die Kleinen mit zirka sechs Monaten abgesetzt werden und dann zeitnah in ihre neuen Ställe umziehen. Das muss gut geplant werden.
Regelmäßige Besuche
Bei unseren Besuchen verbrachten wir regelmäßig Zeit miteinander. BabyBenji ließ sich von mir gerne putzen, die Hufe anheben und natürlich wurde viel gekrault und geschmust – und immer auch fotografiert!
In der Zwischenzeit habe ich zuhause einen Platz gesucht, wo mein Jährlingshengst dann im Frühjahr einziehen sollte. Natürlich sollte es erst einmal kein typischer Pensionsplatz, sondern ein Aufzuchtplatz, mit gleichaltrigen Spielkameraden sein – gar nicht so einfach, da etwas Passendes zu finden!
Aufzucht in der Nähe
Schließlich zog BabyBenji im Frühjahr 2025 zusammen mit zwei weiteren Jährlingshengsten in einen Aufzuchtplatz endlich in meine Nähe.
Zuvor zerbrach ich mir wieder den Kopf, denn schließlich stand und eine zirka dreistündige Fahrt mit dem Anhänger bevor. Die Pferde-Helikoptermutter in mir wurde bei dem bloßen Gedanken daran schon nervös. Noch nicht ausgesprochen bot Manu Berg mir aber sofort an, dass sie ihren Schützling „selbstverständlich“ – wie sie selbst es nannte (wir alle wissen jedoch, dass das sicherlich nicht selbst-verständlich ist!) – persönlich zu mir bringen würde.
Sie packte dann auch ihrer Erfahrung entsprechend den Jährlingshengst ohne viel Trubel und ohne die aufgeregte Helikoptermama auf den Anhänger und fuhr ihn gemeinsam mit einem sehr erfahrenen, entspannten Shetlandpony-Kumpel in sein neues Zuhause.
Mein Tipp:
Nicht nur der Aufzuchtplatz, sondern auch der Weg dorthin sollte gut…
Hier den kompletten Artikel weiterlesen…
Text: Natascha Korfanty, Foto: Nicole Poschmann
