Hufrehe: Vorbeugung ist die beste Medizin!

Wer einmal ein an Hufrehe erkranktes Pferd gesehen hat, vergisst diesen Anblick nicht mehr und möchte vor allem eines: mit allen Mitteln verhindern, dass sein Pferd diese äußerst schmerzhafte, meist langwierige und selten vollständig reversible Tortur jemals mitmachen muss. Für Hufrehe gilt: Vorbeugen ist immer besser als Behandeln. Dazu muss man die komplexen Hintergründe dieser Erkrankung erst einmal erkennen.

Eine Hufrehe geht immer mit mehr oder weniger starken Schmerzen einher. Meist bestätigt sich der vage Verdacht auf eine Hufrehe, wenn das Pferd beim herbeigerufenen Tierarzt kurz antraben soll (was es dann nur widerwillig tun wird), in der Wendung deutliche Schmerzen zeigt und das Abtasten mit einer Hufzange kaum oder gar nicht toleriert. Ein Röntgenbild bestätigt dann meist den ersten Verdacht.
Häufig sind die Schmerzen jedoch so stark, dass das Pferd sich gar nicht mehr bewegen will bzw. kann und – für den Fall, dass die Vorderhufe betroffen sind – die typische Rehe-Stellung einnimmt, wobei es die Körperlast auf die untergeschobenen Hinterbeine aufnimmt und die Vorderbeine entlastend nach vorne streckt. Von einer Rehe können grundsätzlich alle Hufe, Vorder- oder Hinterbeine, aber auch nur ein einzelner Huf betroffen sein, besonders oft jedoch trifft es beide Vorderhufe.

Hufrehe – was passiert da?
Bei einer Hufrehe handelt es sich um eine Entzündung innerhalb der Hufkapsel, bei der die Blutgefäße der Huflederhaut durchlässig werden. Folge des – im Falle einer Rehe nicht infektiösen – Entzündungsgeschehens ist, dass Gewebsflüssigkeit und Blutkörperchen austreten, in diesem Fall in die starre, wenig flexible Hornkapsel.
Diese gibt unter dem vermehrten Druck der gestauten Flüssigkeit nicht nach, es entstehen deshalb auch keine sichtbaren Schwellungen, sondern es kommt innerhalb der Hufkapsel zu einem enormen Druck, der dem Pferd große Schmerzen bereitet – im Stand ebenso wie in der Bewegung!
Damit nicht genug: Der Druck bewirkt zudem, dass die Huflederhaut durch das Eindringen der Flüssigkeit in eigentlich haltende Strukturen nachgiebig wird und die Gefahr besteht, dass das Hufbein bzw. seine Spitze sich absenkt. In diesen schweren Fällen kann dieser Vorgang dazu führen, dass der typische Rehe-Huf mit flacheren Trachten und nach vorne tendierender Hufspitze entsteht, das Hufbein an der Sohle durchbricht oder sich gar die Hornkapsel komplett ablöst (Ausschuhen).

Rehe erkennen
Bei einer starken Rehe macht es das Pferd dem Halter einfach: Die Schmerzen sind…

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Text: Friederike Fritz, Foto: Heike Klar