Hintern hoch!

Wissen to go: Der Entlastungssitz

Im Trab wie im Galopp, über Hindernisse, bei schlechtem Geläuf, bergauf oder auf langen Strecken freut Pferd sich, wenn der Reiter die Kehrseite etwas lüpft und den Pferderücken damit entlastet. Es gibt viele Anlässe für Sitzformen, bei denen der Reiter aus dem Vollkontakt geht – doch hilfreich ist dies nur, wenn es richtig gemacht wird.

Einen aktiven Rücken, eine weit nach vorne tätige Hinterhand, eine fleißig unterstützende Bauchmuskulatur – das braucht es, damit unsere Pferde sowohl Tragkraft als auch Schwung entwickeln und einbringen können. Manchmal stört der Reiter da nur, durch sein Gewicht, aber auch durch oft unbewusste oder nicht gewollte Bewegungsimpulse, die durch den Sattel hindurch das freie Spiel insbesondere der langen Rückenmuskeln behindern. Auch Balanceprobleme des Reiters wirken sich negativ aus – sie müssen abgefangen und kompensiert werden und die muskuläre, aber auch kognitive Energie, die unsere Pferde dafür aufwenden, steht dann für die eigentliche Aufgabe nicht zur Verfügung. Sind diese negativen Einflüsse gravierend, können etwa ausbleibende Trainingsfortschritte oder muskuläre Verspannungen die Folge sein.

Muskeln im freien Spiel

Anfängerprobleme mit dem Vollsitz und der Balance, vor allem aber besonders herausfordernde Ansprüche an die Gangmechanik und die Bewegung des Pferdes sind die wichtigsten Gründe, warum…

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Text und Foto: Angelika Schmelzer