Pferdeverkauf: Was der Käufer wissen will
Der Pferdemarkt boomt und Interessenten bietet gerade im Herbst eine große Auswahl an Pferden, vor allem junge Pferde, also vom Absetzer bis zum Zweijährigen Für die Verkäufer, in den meisten Fällen Züchter, ist es deshalb herausfordernd, passende Kundschaft bzw. Käufer für ihre Nachwuchspferde zu akquirieren. Umso wichtiger sind eine passende Vermarktung und aussagekräftige Anzeigen.
Als seriöser Züchter bietet man dem Kunden die größte Sicherheit in Sachen Pferdekauf, denn hier erhält der zukünftige Pferdebesitzer nicht nur detaillierte Informationen zu Herkunft, Gesundheit und Ausbildung des Jungpferdes, sondern wird auch rassekundig ausführlich beraten. Ein ernst zu nehmender Züchter lebt für seine Pferde und hat ein großes Interesse daran, seine Nachzucht in gute und fördernde Hände zu geben.
Nichtsdestotrotz muss auch das Marketing stimmen und eine aussagekräftige Präsentation des oder der Verkaufspferde auf verschiedenen Plattformen erhöht die Chancen auf einen guten Verkauf in einem vertretbaren zeitlichen Rahmen.
Die Anzeige muss „knallen“
Bereits die erste Zeile einer Anzeige bestimmt häufig darüber, ob der potenzielle Kunde weiterliest oder weiterscrollt bzw. -blättert. Eine ungewöhnliche, aussagekräftige Headline, gepaart mit einem wirklich ansprechenden Foto ist deshalb oberste Priorität. Es geht darum, das Pferd in wenigen Keywords so konkret zu beschreiben, dass die Neugier des Kunden geweckt wird.
So kann zum Beispiel Bezug auf die außergewöhnliche Abstammung, Fellfarbe, aber auch Charakterzüge oder Bewegungspotenzial genommen werden – alles, was den Kunden neugierig macht.
Steckbrief als Basis
Die grundsätzlichen Informationen zum Pferd sind die Basis der Anzeige. Sie erfüllen eine Filterfunktion und der Interessent kann hier bereits sehen, ob das Pferd grundsätzlich für ihn infrage kommt.
Zu den hierfür erforderlichen Angaben zählen neben Geschlecht und Alter des Pferdes natürlich die Rasse und die Zugehörigkeit zum Zuchtverband.
Da bei Fohlen, Jährlingen und Zweijährigen das Stockmaß noch nicht endgültig ist, empfiehlt sich eine ungefähre Einschätzung der späteren Größe; bei zweijährigen Pferden kann man das aktuelle Stockmaß nennen.
Dass der Standort des Pferdes genannt wird, ist selbstverständlich, bei der Nennung des Verkaufspreises sieht das schon anders aus. Während viele Verkäufer glauben, mit der Nennung des Preises würden sie ihre Nachzucht auf den Preis reduzieren, sind Interessenten über die Nennung einer ungefähren Preisvorstellung im Vorfeld dankbar, können sie dann doch direkt abschätzen, ob das Traumpferd für sie überhaupt erschwinglich ist. Die Angabe einer Preisvorstellung spart im Übrigen Verkäufern und Interessenten gleichermaßen Zeit (und Enttäuschung).
Abstammung und Papiere
Wer beim Züchter kauft, entscheidet sich für eine bestimmte Rasse und in vielen Fällen bereits auch schon für eine gewünschte Abstammung in Hinblick auf die spätere Reitpferde-Eigenschaft des Jungpferdes. Als Züchter sollte man deshalb in der Lage sein…
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Text: Friederike Fritz, Foto: Natascha Korfants
