Modern füttern
Automatisiertes Futtermanagement
Es ist ein wohliges Gefühl, wenn man seinem Vierbeiner eigenhändig die leckere Kraftfutterration in den Trog gibt, einen Moment dabei stehenbleibt und den beruhigenden Kaugeräuschen des Pferdes lauscht. Pferdegerecht ist diese ein- bis dreimalig tägliche Kraftfuttergabe allerdings nicht.
Pferde verdauen anders: Ihr Organismus ist darauf angelegt, viele klein(st)e Mahlzeiten am Tag zu verarbeiten, schließlich rupfen sie in der Natur nahezu rund um die Uhr Gräser und Kräuter. Dies in der praktischen Pferdehaltung nachzubilden ist nahezu unmöglich. Allein aus organisatorischen und personellen Gründen ist es in den meisten Betrieben gang und gäbe, zwei- bis dreimal täglich zu füttern. Immer mehr Betriebe, vor allem solche, die Gruppenhaltungen anbieten, stellen deshalb auf automatisierte, computergesteuerte Fütterungssysteme um. Gerade hier kann die bedarfsgerechte Fütterung der nicht immer homogenen Pferdegruppen sehr gut realisiert werden.
Raufutter-Fütterung optimieren
Vor allem die automatisierte Heufütterung in Offenstall- oder Laufstallanlagen ist ein großer Fortschritt, da statt ununterbrochener Raufutteraufnahme viele kleinere Zeitintervalle über 24 Stunden verteilt für eine bedarfsgerechte Aufnahme sorgen. Statt einem großen Berg oder Netz Heu morgens und abends gibt es das Raufutter rund um die Uhr in kleinen Portionen verteilt und dies sorgt dafür, dass die Pferde weder mit Dauerfressen beschäftigt sind noch an Hungerstress durch zu große Abstände zwischen den Fütterungen leiden.
Bei der intervallgesteuerten Fütterung stehen je nach Pferdeanzahl ein oder mehrere Futterautomaten zur Verfügung, die sich in regelmäßigen Abständen öffnen oder eine festgelegte Menge Heu „ausspucken“ und so zeitlich begrenzt eine Raufutteraufnahme ermöglichen. Diese Fütterung verhindert zum einen ununterbrochenes Fressen, was viele Pferde auch nach einem längeren Zeitraum der Ad-Libitum-Fütterung beibehalten und in der Folge durch zu hohe Futteraufnahme an Gewicht zulegen. Zum anderen werden…
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Text: Friederike Fritz
